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Kolophonium ist ein natürliches Harz, das aus dem Balsam von Kiefern, Fichten und Tannen (Koniferen) gewonnen wird.
Es ist wasserempfindlich und gut löslich in Alkohol und Terpentin.
Kolophonium wird in der Oberflächentechnik zusammen mit Naturharzen wie Mastix, Kopal und Sandarak in Gemischen verwendet.
Kolophonium / Harz für Geigenbogen, Bratschenbogen, Cellobogen und Bassbogen
Dieses oft vernachlässigte, manchmal aber auch zur Philosophie hochstilisierte Material, das beim Kontakt von Saite und Bogenhaar erst einen hörbaren Ton ermöglicht, birgt so manches Geheimnis, das gelüftet werden will.
Seinen Namen verdankt es der antiken Stadt Kolophon in Kleinasien, in der es schon im Altertum in hoher Qualität hergestellt wurde. Nach neuer deutscher Rechtschreibung müsste es zwar „Kolofonium“ heißen, aber das altertümlich anmutende „ph“ liest sich doch gediegener.
Kolofonium findet in verschiedenen Bereichen Verwendung: In der Elektronik als Aktivator und Isolator, in Flussmitteln zum Weichlöten sowohl in der Flussmittelseele im Lötdraht, im Flussmittel zum Wellenlöten und auch in Lötpasten.
Ist das Kolofonium mit diversen Substanzen veredelt wird es auch als Bogenharz bezeichnet, da die Rosshaarbögen von Streichinstrumenten damit behandelt werden müssen, um Saitenschwingungen zu erregen. Dabei reibt man mit einem Harzstück die Bogenhaare ein.
Aus dem balsamartigen Naturharz, aus dem Stamm einer Kiefer, Tanne, Pinie, Lärche oder Fichte, wird durch Destillation Terpentinöl gewonnen. Rückstände wie Harz, Säuren und Wasser werden bis zur Verdunstung des Wassers erhitzt, sodass sich Verunreinigungen absetzen und das reine Harz abgeschöpft werden kann.
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