|
Dieses Starter Set "Schellack Handpolitur" enthält:
1 x Lösemittelalkohol 99 %, 1 lt. Inhalt
1 x Mastix 10 g. Inhalt
1 x Kolophonium 10 g. Inhalt
1 x Blätterschellack Doppelsonne 50 g. Inhalt
1 x Bimsmehl 50 g. Inhalt
1 x Polish 100 ml Inhalt
1 x Polierleinen
2 x Schleifpapier in Bögen 230 x 280mm K. 600
1 x Clou Polieröl 250 ml Inhalt
1 x Polierwatte
2 x Trichtersiebe fein
Ansetzen von Schellack
In ein Metallfreies Gefäß wird 1 lt. Lösemittelalkohol 99 % gegeben.
Anschließend unter umrühren die weiteren Zutaten, d. h. 100 g. Schellack Doppelsonne wachsfrei, 20 g. Mastix und 20 g. Kolophonium. Lösung gut verschließen und von Zeit zu Zeit umrühren. Nach ca. 2 Tagen in ein zweites, Metallfreies Gefäß vorsichtig umfüllen. Dazu beiliegendes Trichtersieb verwenden. Falls noch Satz im 1. Gefäß ist, diesen nochmals mit etwas Alkohol aufgießen und stehen lassen bis auch er aufgelöst ist.
Fertigen Schellack dann gem. Anleitung weiterverarbeiten.
„Arbeitsschritte beim Schellack-Handpolierverfahren“
1. Einlassen
Den noch trockenen, handgerecht geformten Polierballen
(weiche Woll-Lappen oder Polier-Watte mit Poliertrikot)
mit stark verdünnter Schellack-Politur (etwa 1 Teil Politur + 4 Teile Lösemittelalkohol) anfeuchten. Hierzu dient am besten eine
flache Schale; den angefeuchteten Ballen auf einem sauberen
Holzbrett mehrmals aufklopfen, damit sich die Politur im
Ballen gleichmäßig verteilen kann.
Nicht zu nass arbeiten!
Die Politur Strich an Strich in Holztexturrichtung auftragen –
ohne großen Druck – bis der Ballen trocken ausgearbeitet
ist. Werkstück zur Trocknung abstellen. Kleinere Werkstücke
nebeneinander, also abwechselnd, bearbeiten.
2. Porenfüllen
Etwas verdünnte Politur mit feinem
Bimsmehl in einer flachen Schale zu einem dünnen Brei verrühren
und mit einem Ballen zügig in kreisender Bewegung
in die Holzporen einreiben. Bei grobporigen Hölzern kann ein
zweimaliger Auftrag erforderlich werden.
Werkstücke zur guten Trocknung abstellen. Fläche mit feinem
Schleifpapier (600) sorgfältig schleifen. Schleifstaub
restlos entfernen. Fehlstellen, wie Risse oder Löcher, mit Bao Schellack (in Stangenform) –
geeigneten Farbton zuvor auswählen! – ausbessern.
3. Grundpolieren
Schellack-Politur etwa 1:4 mit Lösemittelalkohol
verdünnen.
Der Auftrag erfolgt mit einem frisch zubereiteten Ballen.
Den Ballen in kreisenden oder achtförmigen
Bewegungen zügig und schwingend aus dem
Handgelenk führen – ohne großen Druck.
Alle Stellen der zu polierenden Oberfläche gleichmäßig
erfassen.
Auch hier gilt: Keinesfalls zu nass arbeiten!
Ballen gut auspolieren, bis er nichts mehr abgibt. Kleine
Flächen nebeneinander, also abwechselnd, bearbeiten.
Für Teile, Zierleisten oder Schnitzereien
CLOU® Petersburger Politurlack verwenden, der dünn mit einem weichen Ziegenhaarpinsel aufgetragen
wird.
Achtung! Zwischen den einzelnen Ballen (etwa 2) genügend
trocknen lassen, am besten über Nacht.
Nie zu schnell weiterarbeiten!
Wird der Ballen zum Grundpolieren in einer kleinen gut verschließbaren
Dose (Polierdose) aufbewahrt, kann er für spätere
Arbeiten wieder verwendet werden. Ein gut funktionierender
Polierballen ist für jede Politur unentbehrlich.
4. Deckpolieren
Schellack-Politur mit Lösemittelalkohol im
Verhältnis 1:3 verdünnen. Führung des Ballens wie beim
Grundpolieren! Jeden Ballen gut ausarbeiten. Zum Schleifen
(Ebnen) der Fläche während des Polierens kann zwischen
Ballenkern und Polierleinen wenig Bimsmehl eingestreut
werden. Beim Auftrag der letzten Politurschicht ohne
Bimsmehl arbeiten.
Achtung! So lange wie möglich ohne Polieröl arbeiten. Erst
bei den letzten Ballen wenige Tropfen auf den Ballen geben.
Nach jedem Ballenauftrag das Werkstück für mehrere
Stunden zum Trocknen abstellen (am besten über Nacht).
Die Zahl der aufzutragenden Ballen richtet sich ganz nach
dem „Stand“ der polierten Fläche.
5. Auspolieren
Zeigt die polierte Fläche nach guter Trocknung (ca. 3 Tage)
einen einwandfreien Stand, kann das noch obenauf liegende
Polieröl entfernt werden. Erst dann weist die hochglänzende
Fläche eine klare, brillante Beschaffenheit auf.
Da das Auspolieren – wie überhaupt jegliches Polieren – sehr
viel Geschick und Erfahrung voraussetzt, ist die Entfernung
des Polieröls mit Polish vorzunehmen. Wie bereits
beschrieben, muss die polierte Fläche mindestens 3 Tage
getrocknet sein, bevor Polish mittels Polierwatte
dünn aufgetragen und anschließend bis zur absoluten
Klarheit der Fläche wieder entfernt werden kann.
Für die spätere Pflege bzw. Auffrischung hochglanzpolierter
Oberflächen eignen sich hervorragend: CLOU® fernol (hell, dunkel)
Diese Information soll und kann nur unverbindlich beraten.
Die Verfahrensangaben müssen gegebenfalls den Verhältnissen
angepasst werden.
|